Woran du Verstopfung erkennst
Die meisten Hunde setzen ein- bis dreimal am Tag Kot ab. Von Verstopfung spricht man, wenn dein Hund deutlich seltener absetzt, lange und angestrengt presst oder nur kleine, harte, trockene Stücke herauskommen. Manche Hunde laufen dabei unruhig herum, setzen immer wieder an oder zeigen Schmerzen.
Vorsicht: Häufiges Pressen mit wenig Ergebnis kann auch bei Durchfall oder bei Problemen mit der Blase vorkommen. Kommt gar kein Urin, ist das ein Notfall.
Sofort zum Tierarzt, wenn …
- dein Hund presst, aber gar nichts kommt, und er dabei Schmerzen zeigt.
- er erbricht, nicht frisst oder schlapp wirkt.
- der Bauch aufgebläht, hart oder schmerzempfindlich ist.
- er länger als zwei Tage keinen Kot abgesetzt hat.
- du vermutest, dass er etwas verschluckt hat, zum Beispiel ein Spielzeugteil, Stoff oder einen Knochen.
- Blut am Kot oder am After zu sehen ist.
- kein Urin kommt.
Häufige Ursachen für Verstopfung beim Hund
- Zu viele Knochen.: Der häufigste Grund, besonders beim Barfen. Der Kot wird weiß, kreidig und hart, man spricht von Knochenkot. Mehr dazu im Beitrag Hundekot weiß.
- Zu wenig Wasser.: Trinkt dein Hund wenig, vor allem bei reinem Trockenfutter oder Hitze, wird der Kot fest und trocken.
- Zu wenig Bewegung.: Bewegung bringt den Darm in Schwung. Nach Operationen, bei Krankheit oder im Alter fehlt sie oft.
- Fremdkörper.: Gras, Haare beim Fellwechsel, Stoff, Spielzeugteile oder Knochensplitter können den Darm teilweise oder ganz verstopfen.
- Alter.: Bei älteren Hunden arbeitet der Darm langsamer, oft kommen weniger Bewegung und weniger Trinken dazu.
- Prostata bei Rüden.: Eine vergrößerte Prostata kann bei unkastrierten älteren Rüden auf den Darm drücken und das Absetzen erschweren.
- Schmerzen und Stress.: Probleme mit Hüfte, Rücken oder den Analdrüsen, aber auch eine neue Umgebung führen dazu, dass Hunde den Kot zurückhalten.
Was du bei leichter Verstopfung tun kannst
Ist dein Hund munter, frisst und trinkt er und hat er nur etwas härteren Kot oder einen Tag ausgesetzt, kannst du zunächst selbst helfen:
- Mehr Flüssigkeit.: Stell frisches Wasser an mehrere Stellen, weiche Trockenfutter etwas ein oder mische Nassfutter unter.
- Mehr Bewegung.: Längere, ruhige Spaziergänge regen die Verdauung an.
- Knochen weglassen.: Bis der Kot wieder normal ist, gibt es keine Knochen und Kauknochen. Danach den Knochenanteil reduzieren.
- Ballaststoffe nach Rücksprache.: Gekochter Kürbis oder Flohsamenschalen werden oft empfohlen. Wie viel für deinen Hund passt, besprichst du am besten mit dem Tierarzt, denn ohne genug Wasser können sie die Verstopfung verschlimmern.
- Keine Abführmittel für Menschen.: Mittel aus der eigenen Hausapotheke können für Hunde gefährlich sein.
Wird es innerhalb eines Tages nicht besser oder treten Warnzeichen auf, geh zum Tierarzt. Er kann tasten, röntgen oder einen Ultraschall machen und so einen Fremdkörper oder eine andere Ursache ausschließen.
Verstopfung vorbeugen
- Immer frisches Wasser bereitstellen, auch unterwegs.
- Knochen beim Barfen in Maßen füttern und auf den Kot achten.
- Für regelmäßige Bewegung sorgen, angepasst an Alter und Gesundheit.
- Kein Spielzeug, das sich leicht zerkauen und verschlucken lässt.
- Beim Fellwechsel regelmäßig bürsten, damit weniger Haare im Darm landen.
Den Kot im Blick behalten
Ob hart, weiß, schleimig oder ungewöhnlich gefärbt: Der Kot verrät dir viel über die Verdauung deines Hundes. Mit unserem kostenlosen Hundekot-Check ordnest du Auffälligkeiten Schritt für Schritt ein. Schlägt die Verstopfung in Durchfall um, was nach langem Pressen vorkommt, lies Hund hat Durchfall: Was tun?.
Beim täglichen Aufheben helfen große, reißfeste Beutel. Unsere Kotbeutel bestehen aus Maisstärke und Biokunststoff (PLA/PBAT) und passen in jeden gängigen Spender.
- 23 × 33 cm Extra groß, für alle Hunde
- 15 µm Besonders dick und reißfest
- 150 Beutel Vorrat für 2–3 Monate
Häufige Fragen zu Verstopfung beim Hund
Wie lange darf ein Hund keinen Kot absetzen?
Die meisten Hunde setzen täglich Kot ab. Hat dein Hund länger als zwei Tage keinen Kot abgesetzt, presst er ohne Erfolg oder zeigt er Beschwerden, gehört er zum Tierarzt.
Was hilft schnell bei Verstopfung beim Hund?
Bei leichter Verstopfung helfen mehr Wasser, eingeweichtes Futter und Bewegung. Abführmittel für Menschen gibst du nicht. Bessert es sich nicht schnell, geh zum Tierarzt.
Können Knochen Verstopfung verursachen?
Ja, zu viele Knochen sind der häufigste Grund. Der Kot wird dann weiß, kreidig und hart. Reduziere den Knochenanteil und lass ein Verstopfungsproblem abklären, wenn dein Hund lange presst.
Hilft Kürbis bei Verstopfung beim Hund?
Gekochter Kürbis enthält Ballaststoffe und wird oft empfohlen. Die passende Menge besprichst du am besten mit dem Tierarzt, und dein Hund braucht dazu genug Wasser.
Ist Verstopfung beim Hund ein Notfall?
Wenn dein Hund erbricht, einen aufgeblähten Bauch hat, nichts absetzen kann oder etwas verschluckt haben könnte, ja. Dann sofort zum Tierarzt.
















